Solarzellen

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

 

Grundwasser-Wärmepumpen nutzen ein oberflächennahes Grundwasservorkommen zur Wärmegewinnung für Heizung und Warmwasserbereitung. Über einen Saugbrunnen (auch Zieh- oder Förderbrunnen) wird das Grundwasser durch eine Unterwasserpumpe der Wärmepumpe zugeführt. Ein Schluckbrunnen führt das Grundwasser wieder in den natürlichen Kreislauf zurück, nachdem ein Teil der Wärmeenergie entzogen wurde.

Die benötigte Entnahmemenge des Grundwassers richtet sich nach der Heizleistung der Wärmepumpe. Nicht überall ist die erforderliche Wassermenge, Qualität und Temperatur zum Betrieb einer Brunnenanlage gewährleistet. Hierin liegt auch der große Nachteil einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Der Erschließungs- und Wartungsaufwand ist gegenüber Sole und Luftwärmepumpen am größten. Es werden Baumaßnahmen für den Förder- und Schluckbrunnen, Rohrleitungssystem, Brunnenkopf und Brunnenpumpe nötig. Die Anforderungen an die Wasserqualität sind sehr hoch. Bei nicht ausreichender Wasserqualität (z.B. hoher Eisen- oder Mangangehalt im Grundwasser) kann eine Verockerung der Wärmequelleanlage auftreten. Dies kann zum Totalausfall der Heizung führen. Die Brunnenanlage müsste dann regeneriert oder neu errichtet werden.

Ein erhöhter Pumpenverschleiß ist ebenfalls möglich, wenn Feststoffe im Grundwasser enthalten sind. Oft sind daher Zwischenkreise als Wärmetauscher nötig. Bei sehr hohem Grundwasserstand und optimalen Bedingungen kann eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe dennoch sehr wirtschaftlich sein. Die Wärmequelle Grundwasser ist für den monovalenten Wärmepumpenbetrieb, durch die geringen Temperaturschwankungen (mindestens 7-12°C) vom Grundwasser bestens geeignet. Ein bivalenter Betrieb ist jedoch auch möglich. Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind grundsätzlich durch die Wasserbehörden genehmigungspflichtig.

Siehe auch  Saug- und Schluckbrunnen

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